Akais MPC Sample gehört zu den Geräten, die so gut wie seit dem ersten Tag ausverkauft sind. Er kam am 24. März 2026 für 399 Dollar auf den Markt, der günstigste eigenständige MPC, den die Marke je verkauft hat, und verschwand fast sofort überall aus den Regalen. Die Nachricht dieser Woche ist schlicht und für viele Beatmaker längst überfällig: Seit dem 13. Juni 2026 ist er in Europa wieder lieferbar, sowohl Thomann als auch Amazon.de führen ihn auf Lager.
Was genau ist der MPC Sample?
Es ist ein eigenständiger, akkubetriebener Sampler, kein Controller, der einen Rechner braucht. Das Gehäuse misst 23,6 x 19,4 x 5,0 cm, kompakt genug, um wirklich mobil zu sein, und es vereint alles, was man braucht, um im Zug einen Beat zu bauen: 16 RGB-hinterleuchtete, anschlagdynamische MPC-Pads mit polyphonem Aftertouch, drei Echtzeit-Reglerknöpfe, ein 2,4-Zoll-Farbdisplay, einen eingebauten 3-Watt-Lautsprecher und ein eingebautes Mikrofon, um zu sampeln, was vor einem liegt.
Unter der Haube stecken 2 GB RAM und 8 GB interner Speicher, dazu ein microSD-Slot zum Erweitern. Er spielt 32 Stereostimmen mit Streaming von der Disk, bringt 60 Effekte mit (Granulator, Ring-Modulator, Reverb, Beat Repeat, einen färbenden Kompressor und mehr) und beherrscht Timestretch und Repitch in Echtzeit. Der wiederaufladbare Lithium-Ionen-Akku ist mit bis zu 5 Stunden kabellos angegeben und lädt über USB-C, ein Netzteil liegt nicht bei.
Warum ist ein günstiger Sampler ständig ausverkauft?
Weil der echte MPC-Workflow zum ersten Mal so günstig und so mobil zu haben ist. Der Name MPC ist hier kein Marketing: Die MPC60 (1988, gebaut von Roger Linn mit Akai) und die MPC3000 sind grundlegende Beat-Maschinen, die Geräte, auf denen ein riesiger Teil von Hip-Hop und House aufgebaut wurde. Seither greift jeder MPC dieselbe Grundidee auf, Pads plus Sequenzer plus Sampler, mit dem Swing und dem Feeling, dem Produzenten hinterherjagen.
Steckt man diesen Workflow in eine akkubetriebene Box, die weniger kostet als ein Paar Monitore, war von vornherein klar, dass die Nachfrage das Angebot übersteigen würde.
Bei den Anschlüssen deckt er das Wesentliche ohne Ballast ab: Kopfhörerausgang, MIDI In und Out über TRS-Miniklinke, Stereo-Audio-Ein- und -Ausgang über 6,3-mm-Klinken, USB-C und ein Sync-Out, um ihn auf den Rest des Setups zu takten. Damit taugt er als Skizzenblock für unterwegs und als Sampler, der sich zu Hause ins Studio einfügt.
Sollte man jetzt zugreifen?
Wer seit dem Start einen wollte, für den ist dieser Nachschub das Zeitfenster. Das Gerät war monatelang schwer zu bekommen, der gerade aufgetauchte EU-Bestand hat die unschöne Angewohnheit, sich in Luft aufzulösen, und mit 399 Dollar liegt es im Bereich des Impulskaufs für alle, die schon einen Controller und einen Laptop haben und genau diesen Laptop loswerden wollen.



