Warum hat das Pacha Ibiza 50 Jahre gebraucht, um eine Frau an die Spitze einer Residency zu setzen?

Das Pacha öffnete 1973 seine Türen und verbrachte die folgenden fünf Jahrzehnte damit, eine der legendärsten Bühnen der House-Musik aufzubauen, auf der fast jeder große Name des Genres gespielt hat. Keiner davon war bis 2025 eine Frau an der Spitze ihrer eigenen wöchentlichen Residency. BLOND:ISH (Vivie-ann Bakos) änderte das, als das Pacha Ibiza ihr «Abracadabra» übertrug, eine Residency, die bereits in der ersten Saison den Besucherrekord der Mittwochabende brach. Am 29. Juli 2026 beendete sie Staffel II und bleibt bis heute die einzige Frau, die diesen Titel im Kalender des Clubs je getragen hat.

Was ist diese Saison passiert?

Abracadabra lief jeden Mittwoch vom 13. Mai bis zum 29. Juli 2026, zwölf Termine, die über drei Dutzend Namen über den Sommer versammelten: Disclosure, Diplo, Marco Carola, Joseph Capriati, Vintage Culture, Patrick Topping, SG Lewis, Monolink und WhoMadeWho, unter anderen. Bei der Abschlussparty standen Adam Ten b2b Mita Gami an den Reglern, ein passender Schlusspunkt für einen Floor, den sie als Ort für «all ihre Freunde» beschreibt, statt für einen einzigen Sound oder eine einzige Szene.

«The Church of BLOND:ISH. Our faith is magic.», SPIN Magazine

Worum geht es beim Abracadabra-Konzept eigentlich?

BLOND:ISH beschreibt Abracadabra als «einen Maßstab für spirituellen Groove und zielgerichtete elektronische Musik», eine Beschreibung, die zu ihrem eigenen Katalog passt: Ihr 2025er-Album «Never Walk Alone», erschienen über Insomniac Records, setzt auf melodischen House, bei dem Absicht wichtiger ist als Spektakel. Dieselbe Logik prägt die Booking-Politik, die große Headliner mit Underground-Namen mischt, die das Pacha-Publikum sonst kaum je hintereinander erleben würde.