Warum lohnte es sich, das Twilo für eine Nacht wiederzubeleben?

Das Twilo, in der 530 West 27th Street in Manhattan, schloss 2001, doch von 1996 bis dahin war es der Raum, in dem John Digweed und Sasha die amerikanische Progressive-House-Szene praktisch aus dem Nichts aufbauten, mit Residencies, die regelmäßig acht Stunden bis tief in den Morgen liefen. Ein Vierteljahrhundert später steht das Twilo noch immer nahe der Spitze jeder ernsthaften Liste der größten Clubs aller Zeiten, in einem Atemzug genannt mit dem Paradise Garage oder Berlins Tresor. In genau diesen Raum kehrte Digweed am 6. März 2026 zurück.

Was ist an diesem Abend tatsächlich passiert?

Das Datum war kein Zufall: Die einmalige Reunion fiel auf das Geburtstagswochenende von Danny Tenaglia, und Digweed spielte fünf Stunden, die drei Jahrzehnte Tanzmusik durchquerten, von Tracks aus der ursprünglichen Twilo-Ära bis zu Produktionen aus diesem Jahrzehnt. Digweed fasste den Abend so zusammen:

"Das war ein ganz besonderer Abend für mich, und wieder eingeladen zu werden, im Twilo zu spielen, für Danny Tenaglias Geburtstagswochenende, war ein Traum, der wahr wurde."

Das Gebäude des Twilo existiert als aktiver Club längst nicht mehr, doch für fünf Stunden im März bekam sein ursprüngliches Publikum den Raum zurück.

Was steckt wirklich auf den vier CDs?

Bedrock Records, Digweeds eigenes Label, veröffentlicht das Set am 24. Juli unter dem Titel Live at Twilo: vier CDs, die die vollen fünf Stunden abdecken und Klassiker von Deep Dish, Angel Moraes und John Creamer & Stephane K mit neuerem Material von Frankey & Sandrino und Rocco Rodamaal verweben. Die digitale Ausgabe läuft als vier durchgehende Mixe auf Bandcamp, ab 20 britischen Pfund; CD- und Vinyl-Pakete gibt es im eigenen Store von Bedrock. Die limitierten, signierten Exemplare hielten sich dagegen nicht lange: Sie waren zehn Tage nach der Ankündigung am 9. Juli ausverkauft, noch bevor der Großteil der Szene außerhalb von Digweeds Mailingliste überhaupt davon erfuhr.