Was ist 'infinite passion'?
Es ist ein Mixtape und vor allem der Sound einer Party, die salute seit einer Weile in echten Räumen aufbaut. Der Produzent aus Manchester benannte es nach seiner Partyreihe 'Infinite Passion', jener mit der vor dem Publikum verborgenen DJ-Booth und den Handys, die in den Taschen bleiben, und die Platte will genau dieses Gefühl auf Vinyl bannen. Er versteht sie als Fortsetzung der Nächte selbst, ein Projekt, geformt von den DJs, Produzenten und Freunden, die darum kreisen. Bei den Events traten HAAi, Call Super, AceMo, Effy und Bambounou auf, das Umfeld hat also Gewicht.
Es ist sein erster Langformat-Schritt seit 'TRUE MAGIC', dem Album, das ihn 2024 bekannt machte, und es Mixtape statt Album zu nennen, ist alles andere als nebensächlich: lockerer, zuerst für den Club gedacht, ein Werkzeugkasten statt eines Statements. Weitere Tracks und eine ganze Reihe von Remixen sind für später im Jahr angekündigt. Es erscheint über Ninja Tune.
Warum mit 'check check' eröffnen?
Weil es die Kernidee ist. «'check check' ist ein Track, den ich seit letztem Sommer im Set spiele», sagt salute. «Es war der Versuch, ein abgespecktes Club-Werkzeug zu bauen, das jeder spielen kann, und ein Bruch mit meinem dichteren, harmonielastigen Material.» Dieser letzte Satz zählt. salute machte sich mit vollgepackten, melodischen, vom Garage geprägten Produktionen einen Namen, und mit 'check check' kratzt er bewusst alles Überflüssige ab, um einen Track zu bauen, den jeder DJ in ein Set schieben kann, ohne dass er nach dem Rampenlicht verlangt.
Eine versteckte Booth, keine Handys und eine Single, gebaut, um von jedem gespielt zu werden. salute plädiert für den Club als Raum, nicht als Kulisse für Content.
Auch das Setup mit versteckter Booth und Handyverbot ist kein Gag. Es ist ein leiser Einwand dazu, wofür ein Dancefloor da ist, formuliert von einem Künstler, der inzwischen groß genug ist, um ständig gefilmt zu werden, und der sich stattdessen entscheidet, die Kamera für den ganzen Raum verschwinden zu lassen.



