Was bringt Tresor eigentlich bei?
Der Bildungszweig von Tresor, die Academy of Subcultural Understanding, geht davon aus, dass das Betreiben eines Clubs ein erlernbares Handwerk ist und kein Talent, das man hat oder eben nicht. Der kostenlose dreiwöchige Kurs findet im Kraftwerk Berlin und im angeschlossenen Club OHM statt, vom 14. September bis 4. Oktober, mit intensiver Praxis, Workshops und Seminaren unter Leitung der Teams von Tresor und OHM. Das Inhaltsverzeichnis ist die eigentliche Arbeit: Türpolitik, finanzielle Tragfähigkeit, Advocacy. Begonnen hat es 2024 mit sechs Teilnehmenden, Deutsch und Englisch vorausgesetzt.
Warum jetzt für die Welt öffnen?
Die Ausgabe 2026 streicht die deutschsprachige Hürde und wirbt offen um Bewerberinnen und Bewerber, die in Städten arbeiten, in denen subkulturelle Räume fehlen, außerhalb Berlins und der anderen offensichtlichen Hochburgen. Diese Setzung zählt. Überall schließen Clubs aus Gründen, die nichts mit der Musik zu tun haben: Mieten, Genehmigungen, Energierechnungen, Nachbarschaft. Tresor wettet darauf, dass das in dreißig Jahren aufgebaute Know-how reist, und dass sich ein Raum in Lagos oder Lissabon das Betriebshandbuch eines Berliner Raums ausleihen kann.
Wer kann sich bewerben, und wie?
Das Programm richtet sich an 21- bis 35-Jährige, die kurz davor stehen, ihren eigenen subkulturellen Ort zu eröffnen, oder ihn vor Kurzem eröffnet haben. Bewerben heißt: ein 60-Sekunden-Video und eine Seite, die eine Vision umreißt, einzureichen bis zum 29. Juni. Es ist kostenlos.



