Beatports Hype Label of the Month ist eine der wenigen redaktionellen Auszeichnungen im Store, die noch Verkäufe bewegt, und im Mai 2026 ging sie an Ulu Records, das von Robin M aufgebaute Londoner Imprint. Fünf Jahre später ist das Label kein Vanity-Projekt mehr, sondern einer der verlässlichsten Motoren für Melodic und Afro House aus dem Vereinigten Königreich.
Wer steckt hinter Ulu Records?
Ulu entstand 2021 in London auf Initiative von Robin Michelangelo, der als Robin M produziert, an der Seite von Manager Methe Buhl. Die erste Veröffentlichung war seine eigene EP, "Ho'omaka Ana / Spirit Of Sarangi", eine Platte, die den Ton vorgab: World-Texturen, eine Sarangi-Linie und ein afrolastiger Floor-Puls statt einer generischen Peak-Time-Formel. Der Name ist das hawaiianische Wort für Wachstum und Ausdehnung, und Beatports eigener Text beschrieb das Imprint als etwas, das sich anfühlt "less like a label and more like a movement still unfolding."
Diese Einordnung zählt, weil sie zu dem passt, was der Katalog tatsächlich erzählt. Es gibt keinen einzelnen Ulu-Sound, der auf ein BPM oder eine Tonart festgenagelt ist. Es ist Melodic, Deep und Afro House aus Quellen weit jenseits von London, genau die Art von Ausrichtung, die gut altert, wenn die Moden der Subgenres wechseln.
Was hat das Label tatsächlich erreicht?
Seit diesem Debüt von 2021 hat Ulu Platin-zertifizierte Releases gestapelt und Tracks an die Spitze der Beatport-Charts gebracht. Roster und erweiterte Familie umfassen Enoo Napa, VERTIC, Khenya, Hyenah, Emanuele Esposito und David Mayer, und die Support-Liste liest sich wie ein Who's who der Melodic- und Afro-Schiene: Black Coffee, Diplo, Keinemusik, Bedouin und Pete Tong haben den Output allesamt unterstützt.
Ein Label mit Platin-Plaketten und Black Coffee in der Support-Spalte ist kein Hype im Marketing-Sinn. Es ist ein Katalog, dem DJs bereits vertrauen.
Warum ist die Eventreihe die eigentliche Geschichte?
Was Ulu von hundert anderen gut kuratierten Imprints abhebt, ist, dass es einen Live-Fußabdruck passend zur Diskografie aufgebaut hat. Die Eventreihe ist in London, Amsterdam, Nairobi und Kopenhagen gelandet, eine bewusst afro-orientierte Landkarte statt des üblichen rein europäischen Zirkels. Vor allem Nairobi signalisiert, dass das Etikett Afro House ein echtes Bekenntnis zur Quelle ist und kein aus der Ferne geliehener Sound.



