Zwanzig Jahre dabei, und The Warehouse Project ruht sich nicht aus. Die Reihe aus Manchester hat ihr Programm 2026 finalisiert und eine Reihe von Jubiläumsprojekten darum herum gebaut, mit dem roten Faden, auf den WHP immer gesetzt hat: große Namen in eine Betonhalle stellen und den Rest dem Gebäude überlassen.

Was ist an WHP26 wirklich neu?

Drei Headline-Shows schließen die Ankündigungen ab. Overmono übernehmen am 30. Oktober die gesamte Location, und das Line-up Raum für Raum ist die eigentliche Geschichte: ein James Blake b2b Joy Orbison Set, Helena Hauff b2b DJ Bone, dazu Moodymann, Blawan und Aurora Halal, mit Blackhaine, Space Afrika und Rainy Miller im Archive-Raum. Das ist Kuration, kein bloßer Gast-Slot.

Solomun kehrt am 25. September für seinen ersten Manchester-Headliner seit fünf Jahren zurück, angekündigt als sein einziger verbleibender UK-Termin des Jahres, nachdem zwei London-Shows schnell ausverkauft waren. Tiësto landet am 11. Dezember zum ersten Mal seit 13 Jahren in der Stadt. Sie reihen sich neben KI/KI, Interplanetary Criminal, Duke Dumont und Hannah Laing in eine Saison ein, die vom 18. September bis in den Januar im Depot Mayfield läuft.

Warum ein ganzes Archiv um ein Jubiläum bauen?

Weil die Institution jetzt alt genug ist, um eines zu haben. Die Mitgründer Sam Kendal und Rich McGinnis haben beim Regisseur Leigh Powis einen sechsminütigen Film in Auftrag gegeben, gedreht an drei Nächten auf Kodak Ektachrome, getragen von den Stammgästen und dem lokalen Personal statt von DJs im Interview. Drumherum gibt es einen Podcast zur Geschichte der Location, ein gedrucktes Magazin für den Herbst, WHP26-Mixe in räumlichem Audio und ein Archiv nie veröffentlichter Sets aus allen zwanzig Jahren.

"Reaching 20 years is a huge moment for us. We have some truly incredible parties and line-ups in the pipeline.", Sam Kendal, co-founder

Ändert dieser Meilenstein, was WHP ist?

Nicht wirklich, und genau das ist der Punkt. Die Reihe startete 2006 mit Public Enemy in der Boddington's Brewery und hat zwei Jahrzehnte damit verbracht, den Standort zu wechseln und dabei dasselbe Versprechen zu halten. Das Programm 2026, eine durchgehende Overmono-Nacht neben einer Tiësto-Nacht neben Solomun, ist die bisher deutlichste Ansage: WHP will die Festival-Headliner und den glaubwürdigen Underground in derselben Saison, unter einem Dach.