Was macht der Stem EQ eigentlich?

Ozone 12 Advanced bekommt ein Modul namens Stem EQ, und es tut genau das, was Producer seit Jahren wollen. Du richtest es auf eine fertige Stereo-Datei, und es trennt das Audio in vier Gruppen, Vocals, Drums, Bass und alles andere, und gibt dir dann einen ganz normalen EQ mit bis zu acht Bändern für jede Gruppe einzeln. Mehr Präsenz auf der Stimme, weniger Härte auf den Becken, ein fetterer Bass: Du machst es am Master, ohne je das Multitrack zu öffnen. Es geht weit über den alten Mid/Side-Trick hinaus und trennt Elemente, die man mit Mid/Side nie auseinanderbekommen hat.

Warum ist das für House wichtig?

House und seine Nachbarn leben von Edits, Bootlegs und Remixes, und das meiste davon startet mit einer Stereo-Datei, die jemand anderes gebounct hat: das Promo ohne Spuren, der unveröffentlichte Dub von einem USB-Stick, das Acapella, das offiziell gar nicht existiert. Auf einem fertigen Track die Kick neu auszubalancieren oder die Stimme nach vorn zu holen, direkt beim Mastering, macht aus einer Aufgabe, die früher die Originalsession oder einen Gefallen vom Producer brauchte, ein paar Minuten in einem Plugin.

"The AI assistant is cool, but the Stem EQ is the real star." (MusicTech)

Wo steht er, und was kostet er?

Ozone 12 staffelt sich von Elements für 55 $ über Standard für 219 $ bis Advanced für 499 $, und der Stem EQ lebt nur in Advanced. Er kommt, während sich die Stem-Trennung durch die ganze Kette zieht: iZotopes eigenes RX 12 hat einen Stems View für die Restauration bekommen, und eigenständige Decks berechnen Stems inzwischen live, ganz ohne Laptop. Ozone setzt dieselbe Idee an die letzte Stufe, wo du polierst statt produzierst.