Synido ist kein Name, den die meisten Producer kennen, und genau das ist der Punkt beim TempoKEY K32 Play. Es handelt sich um einen 32-Tasten-MIDI-Controller, der komplett offline funktionieren soll: wiederaufladbarer Akku, eingebauter Lautsprecher und eine General-MIDI-Klangbank, die sofort beim Einschalten echten Sound liefert, ganz ohne DAW, Interface oder aufgeklappten Laptop.

Was steckt wirklich drin?

Das Datenblatt richtet sich an jemanden, der auf dem Sofa Ideen skizziert, nicht an jemanden, der eine Platte einspielt. Zweiunddreißig anschlagdynamische Minitasten, 8 zuweisbare Endlosregler, 8 hintergrundbeleuchtete Pads, ein OLED-Display für Parameter-Feedback, dazu ein eingebauter Arpeggiator und Note Repeat. Die Klangengine ist PCM-basiert (gesampelte Klänge, keine formbare Synthese): 16 Klangkategorien und 10 Drumkit-Varianten, darunter ein Kit im TR-808-Stil, ohne Feinabstimmung über die Pad-Zuweisung hinaus. Bei der Konnektivität gibt es Bluetooth MIDI, USB-C, einen 3,5-mm-Kopfhörerausgang und vollwertige TRS-MIDI-Ein-/Ausgänge, um mit Smartphone, DAW oder kleinem Hardware-Setup zu kommunizieren. Synido gibt rund 5 Stunden Akkulaufzeit pro Ladung an.

Es ist ein Notizblock, kein Studio in der Box: gut, um eine Idee festzuhalten, nicht um einen Track fertigzustellen.

Bringt eine akkubetriebene Alleskönner-Tastatur einem arbeitenden Producer wirklich etwas?

Ehrlich gesagt vor allem als Controller, nicht als Instrument. Die GM-Klangbank ist das, was man nutzt, um eine Idee in ein Sprachmemo zu summen, praktisch, um eine Akkordfolge im Zug oder im Backstage-Bereich festzuhalten, aber nichts, das in einem finalen Mix landen würde. Wo sich der Preis wirklich lohnt, ist die Bluetooth-Verbindung zu einer DAW oder einer mobilen App wie GarageBand oder FL Studio Mobile: eine echte Controller-Oberfläche mit Pads, Reglern und Display, ohne an irgendetwas gebunden zu sein. Das ist eine echte Nische für einen Home-Producer, der die halbe Zeit am Handy arbeitet, oder einen DJ, der zwischen Sets Ideen skizzieren will, ohne ein komplettes Setup zu schleppen. Er ersetzt keinen Akai- oder Arturia-Controller auf dem Schreibtisch, und das sollte er auch nicht versuchen; er konkurriert mit der Idee, gar keinen Controller mitzunehmen.

Für wen ist das eigentlich gedacht?

Für jemanden, der anfängt und ein einziges Gerät will, das Sound liefert, ohne Abo, ohne Interface, ohne einen separat zu ladenden Bluetooth-Lautsprecher. Es ist die erste Hardware eines Anfängers, oder das zweite, reisetaugliche Gerät eines erfahrenen Producers. Als eigenständiges Instrument beurteilt ist er schnell vergessen; als 150-Dollar-Weg, auch abseits vom Schreibtisch weiterzuarbeiten, ist er ein vernünftiger Kompromiss.